Museum als Queering Space.

Oliver Klaassen
Kunst- und Medienwissenschaften — Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Der kritisch-reflexive Blick auf Bereiche in der Kultur, in denen visuelle Repräsentationen produziert, rezipiert und kategorisiert werden, stößt gerade im Kontext von Museum und Ausstellung auf ein enormes Untersuchungspotenzial. Zentraler Bestandteil des Vortrages ist eine Diskussion um das kritische und ermöglichende Potential queer-feministischer Bilder- und Kunstpolitiken für die Museums- und Ausstellungspraxis. Mit einer repräsentationskritischen Sichtweise auf die Ausstellung „Trans_Homo – von lesbischen Transschwulen und anderen Normalitäten“ (17.08.-19.11.2012) im Schwulen Museum in Berlin soll überprüft werden, wie und ob auf der Ebene der Repräsentation in Natürlichkeitszuschreibungen von Sexualität und Geschlecht eingegriffen wurde. Schließlich erfolgt die Rückbindung der Erkenntnisse aus der Analyse an theoretische Diskussionszusammenhänge – vor allen Dingen an Beurteilung der Queer Theory hinsichtlich seines möglichen pragmatischen Nutzens sowie an die Diskussion um die mögliche Funktion von Museum und Ausstellung als diskursiver Verhandlungsort von LSBTI/Q (= Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Intersexuelle, Queers).