Kultfilme - Zwischen subversivem Trash und intertextueller Rezeption

Theodor Frisorger
Medienwissenschaften — Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

"Der Film ist so schlecht, dass er schon wieder gut ist!" - Doch wieso und vor allem für wen?
In Zeiten kultureller Distinktion nimmt der Topos des Kultfilms nämlich eine binäre Stellung ein: Einerseits, als Gegenentwurf zur Avant-Garde und zum klassischen Hollywood-Kino für kulturell Unterpriviligierte konzipiert, unterläuft er subversiv Normen, was und wie etwas im Kino gezeigt werden darf. Gleichzeitig ist Kult auch immer an Prozesse der Kanonisierung und Musealisierung gekoppelt, die auch einem herkömmlichen Kinopublikum den Zugang zu eben diesen Filmen ermöglichen.
Unterscheiden sich nun die Rezeptionsarten diser beiden Gruppe? Und inwieweit prägt das Konzept von Kult somit, im Gegensatz zu Binaritäten wie Hoch- und Massenkultur, soziale Hierachisierungsprozesse innerhalb einer einzelnen kulturellen Kategorie?